Während mein nächstes eigenes Buch noch auf sich warten lässt, freue ich mich sehr, Teil eines Projekts zu sein, das mir sehr am Herzen liegt: „Grenzgängerinnen – 20 Frauen über das Glück im Extremen“ von Julia Hägele.
Die Münchner Journalistin und Autorin porträtiert in diesem Buch zwanzig Frauen, die auf unterschiedlichste Weise ihre Grenzen verschieben, von Apnoe-Tauchen im arktischen Ozean über Ultramarathons in der Wüste bis zu Expeditionen in Vulkane. Und mittendrin: ich, mit meiner Geschichte vom Solo-Reisen.
In fast 90 Ländern war ich alleine unterwegs. Ich habe Monate in den unterschiedlichsten Orten dieser Welt gelebt, bin immer wieder aufgebrochen, habe mich verlaufen, wiedergefunden, bin gescheitert und weitergegangen. Dabei ist mir eines immer wieder klar geworden: Wie wichtig Selbstbestimmung ist. Wie bereichernd das Gefühl, als Frau die eigenen Entscheidungen zu treffen, egal, was andere davon halten. Und wie sehr uns die Erfahrung prägt, dass wir alles erreichen können, wenn wir bereit sind, dafür unsere Komfortzone zu verlassen.
Das Interview für „Grenzgängerinnen“ war ungewöhnlich persönlich. Ich spreche darin über Dinge, die ich sonst selten oder gar nicht öffentlich mache: über die Angst vor dem Scheitern, über Einsamkeit unterwegs, über die Frage, was „Freiheit“ eigentlich wirklich bedeutet.
Was mich an diesem Buch besonders freut: Es zeigt, wie unterschiedlich Mut aussehen kann. Nicht jede von uns muss auf den Mount Everest steigen, um ihre Grenzen zu verschieben. Manchmal ist es der Entschluss, den sicheren Job zu kündigen. Manchmal ist es die erste Solo-Reise. Manchmal ist es einfach nur der Mut, einen anderen Weg zu gehen als den, den alle von einem erwarten.
Genau diese Haltung, eigenständig denken, authentisch bleiben, auch gegen Widerstände, prägt auch meine Arbeit als Unternehmerin: Ich glaube daran, dass echte Geschichten mehr bewegen als glattpolierte Fassaden.
„Grenzgängerinnen: 20 Frauen über das Glück im Extremen“ von Julia Hägele ist 2022 im Knesebeck Verlag erschienen.